Die Geschichte vom Nikolaus – oder: Warum wir Essbares in einen Stiefel stecken.

Jedes Jahr in der Nacht zum 6. Dezember stellen wir unsere (gut geputzten) Stiefel vor die Tür und hoffen, dass uns der „Nikolaus“ dann Geschenke da hinein steckt. Vor allem Essbares wie Äpfel, Nüsse, Mandarinen und Schokolade wollen wir am Morgen darin vorfinden. Aber woher kommt dieser Brauch? Warum machen wir das? Wir wollen Ihnen die Geschichte in Erinnerung rufen!

Die Geschichte vom heiligen Nikolaus

Unser heutiges Brauchtum geht auf den heiligen Nikolaus von Myra zurück und wird vom gesamten Christentum begangen. Dieser wirkte in der ersten Hälfte des 4. Jahrhunderts als Bischof von Myra in der kleinasischen Region Lykien. Lykien war damals Teil des römischen Reichs, später dann Teil des byzanzinischen Reichs. Heute bildet es einen Landstrich in der Türkei. Nikolaus stammte aus einer wohlhabenden Familie und war dafür bekannt, dass ihm das Wohl der Ärmeren, Schwachen und Kranken sehr am Herzen lag. So soll er sich des öfteren in der Nacht, wenn schon alle zu Bett gegangen waren, mit den Resten des Abendessens zu den Lagern der Armen aufgemacht haben. Die ärmeren Menschen wohnten natürlich in keinen schönen Häusern oder Palästen – so wie die Familie und die Verwandten des Bischofs. Die Armen schliefen in Höhlen, einfachen Hütten oder in Zelten. Vor dem Schlafengehen, wie vor jedem Betreten ihrer bescheidenen Bleibe, zogen sie sich ihr spärliches Schuhwerk aus und stellten es vor ihren Behausungen ab. Nikolaus nutzte diese Begebenheit, um den Armen die mitgebrachten Reste vom Abendessen – ein Stück Brot, Früchte, Nüsse und ähnliches – in die Schuhe zu stecken. So fanden die armen Menschen am Morgen etwas zum Essen vor. So hat Nikolaus bei seinen nächtlichen Ausflügen immer wieder unerkannt Gutes getan. (Mehr zur Geschichte …)

Nikolaus’ Todestag ist der 6. Dezember

Nikolaus starb am 6. Dezember im Jahr 300 und … ob 326, 345, 351 oder 365, darüber streiten sich noch die Historiker. Sicher ist jedoch, dass sein Todestag, der 6. Dezember, schon seit Jahrhunderten als Gedenktag an den heiligen Nikolaus von Myra, eben als „Nikolaustag“ begangen wird. Im Gedenken an seine guten Taten stecken auch wir Essbares in die bereitgestellten Schuhe. Heute ist zwar weniger Brot dabei, aber dafür umso mehr Schokolade und andere leckere Süßigkeiten. Denken Sie dabei auch an Obst und Nüsse, auch die schmecken gut und liefern wertvolle Vitamine und Inhaltsstoffe! Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Stiefel-Füllen – und selbst einen gut gefüllten Nikolaus-Stiefel!

Und noch etwas…

Und noch etwas zum Thema: Da Nikolaus ein Bischof war, führt der „echte Nikolaus“ – selbst in Schokoladenform – selbstverständlich einen Bischofsstab mit sich und trägt eine Bischofsmütze.  Keine Pudelmütze! Der dicke Mann mit dem weißen Vollbart, dem rot-weißen Mantel und der Pudelmütze ist kein Nikolaus. Selbst wenn er sich „Santa Claus“ nennt, er ist nicht der echte! Er ist der sogenannte „Weihnachtsmann“ und lediglich die Erfindung von Werbeleuten aus den 1940er Jahren für einen sehr erfolgreichen amerikanischen Getränkekonzern. Man darf unterstellen, dass es hierbei nicht um die Wohltätigkeit von Nikolaus geht. Auch nicht um Weihnachten, also die Geburt Christi, sondern einzig und alleine um die Absatzförderung der braunen Limonade.

Mehr bei uns

Wenn Sie mehr über den Nikolaus erfahren möchten oder noch eine originelle Idee für die Stiefelfüllung suchen, dann rufen Sie uns an! Wir geben gerne Auskunft – auch über ein leckeres Nikolaus-Menü und ähnliche festliche Genüsse. Oder schreiben Sie uns eine Mail, wir freuen uns in jedem Fall über Ihren Kontakt! (Zum Kontakt …)