Eine echte Spezialität: Federroter von der Ahr!

Die Weinlese beginnt jedes Jahr mit dem Einbringen von jungen Trauben für den „Federweißen“ oder den sogenannten „Neuen Wein“, der je nach Region auch „Sauser“, „Rauscher“ oder „Bitzler“ genannt wird. Federweißer ist noch kein fertiger Wein, sondern ein aus weißen Trauben gepresster Most, dessen alkoholische Gärung gerade begonnen hat und der noch keiner Filtration unterworfen war, daher auch seine trübe Färbung.

Wegen der bei der Gärung entstehenden Kohlensäure schmeckt Federweißer recht spritzig und durch seine Süße wie eine Traubenlimonade oder ein süßer Schaumwein. Wem das zu süß ist, dem empfehlen Rieck’s Köche eine echte Spezialität aus dem Ahrtal: Federroten! Der aus roten Trauben gewonnene neue Wein ist eigentlich das exakte Pendant zum Federweißen aus weißen Trauben, doch durch die in den roten Rebsorten stärker enthaltenen Gerbsäuren schmeckt der Federrote nicht so süß wie der Federweiße und damit insgesamt noch frischer.

Eine Verkostung des Ahr-Federroten sollten Sie sich nicht entgehen lassen. Die Weinlese hat begonnen, also auch die Zeit des Federroten. Diese geht noch bis in den November, dann ist der Gärungsprozess des neuen Weins abgeschlossen und er tritt in das Stadium des „Jungweins“ ein. Und wie es Spezialitäten so an sich haben, sie sind begrenzt und nur an bestimmten Orten in bester Qualität zu haben. In Deutschland gibt es außer im Rotweingebiet der Ahr eigentlich keine nennenswerte Produktion von Federrotem. Federroten finden Sie deshalb auch nicht im Supermarkt, sondern Sie können ihn nur vom Winzer vor Ort beziehen. Planen Sie also bald mal wieder einen Ausflug in das Weinanbaugebiet der Ahr. Auf Ihrem Weg dorthin kommen Sie dann vielleicht auch bei uns in Grafschaft-Bengen vorbei.